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Video 2000, Betamax, CVC und andere Videoformate

Video 2000 war das System, das ab 1979 die frühen VCR-Systeme ablöste und in etwa zeitgleich mit VHS und Betamax auf den Markt kam. Obwohl mit leicht besserer Bild- und Farbqualität als VHS ausgestattet, konnte es sich nicht entscheidend durchsetzen (nur etwa 15% Marktanteil in Europa). Der Hauptgrund war wohl in der besonders zu Anfang recht hohen, technischen Anfälligkeit des Systems zu sehen, sowie in der Tatsache, dass die Rekorder relativ teuer waren. 

Auffallendes Merkmal der Video2000 Technik war das Bandformat und die Spieldauer der Kassetten. Diese konnten beidseitig bespielt (also wie eine Musikkassette im Rekorder gedreht) werden und hatten so eine Spieldauer von bis zu 2x4, im Longplay-Modus sogar 2x8 Stunden auf einem einzigen Halbzollband. 

Betamax (seit 1978 in Deutschland vertreten) war der dritte Konkurrent im sogenannten Formatkrieg der späten 70er und frühen 80er Jahre, aber auch diesem System gelang es nicht, sich dauerhaft rentable Marktanteile zu sichern. Ähnlich wie bei Hi8 und Video 2000 rangierte die Qualität über der von VHS (280 statt 240 Bildzeilen, bessere Farbwirkung) und die Rekorder verfügten über mehr technische Finesse (Zeitlupe, Standbild etc.) Diese Vorzüge waren am Ende aber nicht gewichtig genug, um Betamax erfolgreich gegen das im Bereich des Spielfilmmarktes und der Leihkassetten bereits sehr viel mehr etablierte VHS zu positionieren, das zudem auf eine mannigfaltigere und preisgünstigere Vielfalt in Bezug auf die Produktpalette der Rekorder und Player zurückgreifen konnte. Daran änderte auch das Mitte der 80er verbesserte Superbeta nichts mehr, zumal es hinter der Qualität der späteren S-VHS (1987) zurückblieb. Letztendlich waren aber auch ein paar Fehler im Bereich des Lizenzrechts und des Marketings ausschlaggebend. 

Betamaxkassetten sind kleiner und handlicher als die der Konkurrenz, die Laufzeiten betragen zwischen 30 und 215 Minuten. Wie beim Video 2000 liegen die Preise für die Digitalisierung aufgrund der höheren Wartungs- und Instandsetzungskosten für die seltenen Player bei 30-40% Aufschlag im Vergleich zu VHS, S-VHS oder Hi8 Überspielungen. D.h. beispielsweise für 60-90 Minuten Spielzeit 30 Euro, für 90-120 Minuten 40 Euro, alles Weitere wird im Idealfall bei Auftragserteilung individuell festgelegt.    

Neben den bekanntesten Formaten VHS, Hi8, Betamax und Video 2000 gab es natürlich noch eine ganze Reihe anderer Systeme, die wir im Rekordcafé ebenfalls digitalisieren können. Dazu gehören beispielsweise einige der frühen Open-Reel-Format, also Geräte mit offenen Filmspulen, in denen das Band ähnlich wie in einem Tonbandgerät nicht in Kompaktkassetten läuft. Welche Halbzoll-, Einzoll- oder Zweizollbänder für uns möglich sind, muss man nach Insichtnahme des Materials klären.

Ferner das Grundig CVC-Format, das ein qualitativ relativ schlechter Vorläufer des Video8-Systems war, und ebenso wie sein Bosch-Pendant Quatercam vor allem auf Mobilität abzielte, da die Rekorder tragbar und dabei sehr klein waren. Das Aufnahmegerät hing dabei separat von der Kamera an einem Schultergurt, ähnlich wie auch bei den frühen Open Reel Systemen und auch noch bei einigen VHS-Geräten, doch war die Bildqualität sehr begrenzt und so verschwand es nach seinem Erscheinen 1980 sehr bald wieder in der Versenkung.   

Natürlich ist es uns für die meisten Systeme auch möglich, Aufnahmen zu überspielen, die im amerikanischen NTSC-Format (30 Bilder pro Sekunde) oder in SECAM (Ost-Secam, französisches Secam etc.) aufgenommen wurden. Einlesen können wie auch alle digitalen Filmdaten auf Speichersticks und -karten aller Art.

Für alle weitere, hier nicht genannte und/oder exotische Formate gilt grundsätzlich: Wir können zwar nicht immer alle Arten von visuellen Medien mit eigenen Automaten zum Laufen bringen, doch wissen wir immer, wer weiterhilft. Fragen Sie einfach nach. 

Zu den Preisen:

Wie weiter oben bereits kurz ausgeführt, gelten für die doch eher seltenen Formate, die hier auf dieser Seite zusammengefasst sind, ein paar Sonderkonditionen. Aufgrund der höheren Wartungs- und Instandsetzungskosten für die seltenen Player muss man mit 30-40% Aufschlag im Vergleich zu VHS, S-VHS oder Hi8 Überspielungen rechnen. Bei einigen - und besonders den älteren - Formaten kommt es neben den Band-Laufzeiten auch auf den Zustand der Bänder an. Bestimmte Bandtypen bzw. Bänder bestimmter Hersteller neigen nach Jahrzehnten der Lagerung zu Verklebungen und/oder Ablösung bestimmter Bandschichten. Dies wiederum schadet den Bildköpfen der Player und setzt deswegen aufwändige Reinigungsverfahren voraus. In manchen Fällen ist ein Abspielen auch nur noch einmal (etwa nach kurzfristigem Aufheizen des Bandes), ab und zu auch überhaupt nicht mehr möglich. Der jeweilig betriebene Aufwand und die damit verbundenen Mehrkosten werden im Vorfeld abgeschätzt und gemeinsam mit den Kunden festgelegt. Böse Überraschungen kann es so nicht geben. 

Als Faustregel für unproblematische Bänder kann gelten:

01-60 Minuten Spielzeit - 20 Euro

60-90 Minuten Spielzeit - 30 Euro

90-120 Minuten Spieltzeit - 40 Euro